Geradlinig, gleichmäßig
Multimedia: Die geradlinige, gleichmäßige Bewegung

Bei Bewegungen ändert sich die Position von Körpern relativ zu einem Bezugssystem. Wenn die Bahn des Körpers gleich bleibt und sich seine Geschwindigkeit nicht ändert, spricht man von einer geradlinigen, gleichförmigen Bewegung. Eine solche Bewegung ist die einer Luftblase, die sich in einem mit Wasser gefüllten schrägen Glasrohr bei konstantem Neigungswinkel bewegt.

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Schnelligkeit

Die konstante Geschwindigkeit der gleichförmigen Bewegung bedeutet, dass die von einem Körper zurückgelegte Strecke direkt proportional zu der dazu benötigten Zeit ist. Der Quotient aus der zurückgelegten Strecke s und der dafür benötigten Zeit t ist die Geschwindigkeit v, die vom lateinischen Wort "velocitas" (Geschwindigkeit) abgeleitet ist: v=s/t. In vielen Fällen wird die Geschwindigkeit aus einem Abschnitt der zurückgelegten Strecke (Δs) und der dafür benötigten Zeitspanne (Δt) berechnet: v=Δs/Δt.

 MAẞEINHEITEN 

Eine geradlinig gleichförmige Bewegung entsteht, wenn sich die auf den sich bewegenden Körper wirkenden Kräfte aufheben oder ausgleichen: Die Resultierende der auf den Körper wirkenden Kräfte ist gleich Null, d.h. ∑F=0N. Die SI-Maßeinheit für die entstandene Geschwindigkeit ist der Quotient aus Metern und Sekunden (m/s), aber im Alltag werden eher Kilometer pro Stunde (km/h) verwendet. Die Umrechnung zwischen den beiden Einheiten wird wie folgt vorgenommen:

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 WAS IST SCHNELLER? 

Da die Geschwindigkeit die in einer Sekunde zurückgelegte Strecke angibt, besteht eine direkte Proportionalität zwischen Strecke und Zeit bei konstanter Geschwindigkeit (s=v∙t). Trägt man die zurückgelegte Strecke als Funktion der Zeit ein, so erhält man eine Linie, deren Steigung der Geschwindigkeit des Körpers entspricht. Eine höhere Geschwindigkeit bedeutet, dass die zurückgelegte Strecke in der gleichen Zeit größer ist, so dass die Steigung der Linie im Weg-Zeit-Diagramm größer ist. Das Diagramm in der Abbildung zeigt das Verhältnis der Geschwindigkeiten zueinander: v1>v2>v3.

 UNTER DER KURVE 

Zeichnet man auch ein Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm, so ergibt sich eine horizontale Linie, da die Summe (Resultierende) der auf den Körper wirkenden Kräfte keine Beschleunigung a bewirkt. Das Produkt aus der konstanten Geschwindigkeit und der benötigten Zeitspanne ergibt die Fläche des Rechtecks unter der "Kurve", d.h. die vom Körper zurückgelegte Strecke. Es ist erwähnenswert, dass die Fläche unter der Kurve den zurückgelegten Weg im Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm nicht nur für eine gleichförmige, sondern auch für eine beliebige Bewegung angibt.