Chemie unten & oben

Chemie ist auf allen Gebieten des Lebens gegenwärtig, so auch in der Landwirtschaft. Angefangen vom Düngen mit Kunstdünger bis hin zu den von der Tierhaltung verursachten Problemen.

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Chemie im Boden
Heutzutage ist der Mineralgehalt der Ackerflächen, dem stetigen und großvolumigen Lebensmittelbedarf der Menschheit geschuldet, vollkommen ausgeschöpft. Die Erneuerung der im Boden befindlichen wertvollen Elemente erfolgt teils über Naturdünger, teils über Kunstdünger.
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Was ist Kunstdünger
Ackerböden verlieren hauptsächlich Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumverbindungen. Steht kein natürlicher Dünger in ausreichender Menge zur Verfügung, dann bringen die Fachleute Kunstdünger in den Boden, die die Pflanzen als wässrige Lösungen aufnehmen. Kunstdünger sind moderne agrartechnische Mittel. Ihre fachgerechte, optimierte Anwendung hilft bessere Ernteerträge zu erreichen.
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Überdüngen
Die Umwelteinflüsse übermäßiger, eventuell nicht fachgerechter Düngung sind schlecht. Aus dem Boden ausgewaschener und ins Grundwasser gelangender Stickstoff führt zur Algenbildung in den Oberflächengewässern und erhöht den Stickstoffgehalt des Trinkwassers. Ein Teil, der von Pflanzen nicht aufgenommenen Wirkstoffe der Phosphor- und Kaliumdünger werden ebenfalls herausgelöst, wandert ins Grundwasser und kontaminiert so Brunnen und Gewässer. Mit zunehmender Auswaschung des Calciums kann der Boden übersäuern, was sich ungünstig auf dessen Mikroelement-Gehalt auswirkt.
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Chemie der Atmosphäre

Die Atmosphäre besteht zu 78% aus elementarem Stickstoff. 21% der Luft macht der für die sauerstoffbasierten Lebensformen unseres Planeten – somit auch für den Fortbestand der Menschheit – unerlässliche Sauerstoff aus. Dies ist vollkommen den photosynthetisierenden – autotrophen Lebewesen zu verdanken. Das restliche 1% der Luft machen verschiedene Bestandteile wie Edelgase, Wasserdampf, Kohlendioxid und Schmutzpartikel aus.

Schädliche Gase
Hast du schon die überraschende Aussage gehört, dass Kühe in großem Maße verantwortlich für die globale Erwärmung sind? Die Wiederkäuer lassen große Mengen an Methan entweichen, was ein starkes Treibhausgas ist. Ein anderer Grund für landwirtschaftliche Methanerzeugung ist der Reisanbau. In der sauerstoffarmen Umgebung der mit Wasser gefluteten Felder entsteht bei dem Zerfall organischer Materie ebenfalls Methan als Nebenprodukt. Neben Methan belastet auch Kohlendioxid stark die Umwelt und erhöht die Erderwärmung.
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Wusstest du schon?

Treibhausgase absorbieren Licht im infraroten Wellenbereich und strahlen die so aufgenommene Energie in Richtung Erde aus. So verhindern sie, dass ein Teil der von der Erdoberfläche ausgestrahlten Energie in das Weltall gelangen kann und tragen damit erheblich zur globalen Erwärmung bei.

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